Warum sich manche Beziehungsmuster immer wieder zeigen und wie du sie verändern kannst
Kennst du das?
Am Anfang fühlt sich alles anders an. Dieser Mensch ist ganz anders als dein letzter Partner. Andere Interessen. Ein anderer Beruf. Eine andere Persönlichkeit.
Trotzdem stehst du ein paar Monate oder Jahre später wieder an einem Punkt, der dir vertraut vorkommt.
Vielleicht fühlst du dich erneut nicht wirklich gesehen, oder du übernimmst wieder viel Verantwortung für die Beziehung. Vielleicht passt du dich an, um Harmonie zu bewahren, oder du fragst dich irgendwann wieder, warum innerlich trotzdem etwas fehlt.
Du glaubst dann, du hättest einfach immer wieder Pech mit der Partnerwahl. Häufig steckt jedoch etwas ganz anderes dahinter.
Denn so unterschiedlich deine Beziehungen auch sein mögen: Dich selbst nimmst du in jede von ihnen mit. Das mag im ersten Moment unbequem klingen, gleichzeitig ist jedoch genau das die gute Nachricht.
Denn was in dir entstanden ist, kannst du auch verändern.
Wir nehmen uns selbst in jede neue Beziehung mit
Wenn eine Beziehung endet, hoffen wir auf einen Neuanfang. “Beim nächsten Mal wird alles anders.”
Doch auch wenn der neue Partner ein völlig anderer Mensch ist, bleiben unsere eigenen Muster zunächst dieselben. Unsere Erfahrungen, unsere Überzeugungen, unsere Bedürfnisse, unsere Ängste, unsere Art zu kommunizieren und unsere Art zu lieben.
All das nehmen wir mit in jede neue Beziehung.
Deshalb entstehen häufig ähnliche Dynamiken, obwohl der Mensch an unserer Seite ein anderer ist. Nicht, weil wir das bewusst möchten, sondern weil sich unser Gehirn am Vertrauten orientiert.
Vertraut fühlt sich oft richtiger an als gesund
Das Faszinierende ist: Unser Gehirn sucht nicht in erster Linie nach Glück. Es sucht nach Vertrautheit.
Wenn Liebe in deiner Kindheit an Leistung geknüpft war, fühlt es sich für dich als erwachsene Person oft vertraut an, sich Zuneigung verdienen zu müssen. Wenn Harmonie wichtiger war als ehrliche Konflikte, stellst du vermutlich bis heute die Bedürfnisse anderer über deine eigenen.
Diese Muster entstehen nicht bewusst. Sie laufen meist automatisch ab.
Deshalb verlieben wir uns nicht nur in einen Menschen. Wir verlieben uns auch in ein Gefühl. In eine Dynamik. In etwas, das uns bekannt vorkommt.
Das erklärt, warum Menschen manchmal sagen: “Ich weiss gar nicht, warum ich mich schon wieder in so jemanden verliebt habe.” Oft erkennen sie erst später, dass sie sich weniger in den Menschen verliebt haben als vielmehr in ein vertrautes Beziehungsmuster.
Die eigentliche Veränderung beginnt nicht beim anderen
Du wartest darauf, endlich dem richtigen Menschen zu begegnen?
Natürlich spielt die Partnerwahl eine wichtige Rolle. Doch mindestens genauso wichtig ist die Frage: Wer bist du in einer Beziehung?
Kannst du deine Bedürfnisse aussprechen, ohne dich schuldig zu fühlen? Kannst du Nähe zulassen, ohne dich selbst zu verlieren? Kannst du Konflikte aushalten, ohne sofort an der Beziehung zu zweifeln?
Je besser du dich selbst kennst, desto bewusster triffst du deine Entscheidungen. Du erkennst Beziehungsmuster früher, du musst weniger kämpfen und du wirst unabhängiger von der Hoffnung, dass der andere dich vollständig macht.
Was dein Gesicht darüber verraten kann
Genau deshalb fasziniert mich psychologisches Face Reading so sehr.
Unser Gesicht zeigt nicht, wen wir lieben werden. Es sagt auch nicht voraus, wie eine Beziehung verläuft.
Es macht jedoch sichtbar, welche Persönlichkeitsanlagen wir mitbringen. Welche Bedürfnisse uns besonders wichtig sind. Wie wir kommunizieren. Wie wir Entscheidungen treffen. Welche Stärken in uns angelegt sind und welche Verhaltensmuster unter Stress besonders schnell aktiviert werden.
Wenn wir uns selbst besser verstehen, verändert sich auch die Art, wie wir Beziehungen gestalten.
Die wichtigste Beziehung beginnt bei dir
Je besser du dich kennst, desto weniger musst du dich verbiegen. Du erkennst früher, was wirklich zu dir passt und du triffst bewusstere Entscheidungen. Beziehungen werden nicht deshalb erfüllender, weil plötzlich alles perfekt ist, sondern weil du nicht mehr gegen dich selbst arbeitest.
Manchmal beginnt eine neue Beziehung mit einer neuen Sicht auf dich selbst.
Wenn du wissen möchtest, was dein Gesicht über deine Persönlichkeit, deine Bedürfnisse und deine Verhaltensmuster verrät, kann ein Face Reading ein wertvoller erster Schritt sein, dich selbst besser zu verstehen.